Bin in Brasília n´haufen zu fuss g´laufen!

Hi Gringas und Gringos!

Also letzte Woche hab ich in der geliebten und gehassten Hauptstadt Brasiliens verbracht. Die Leute die dort leben lieben sie weil sie und alle anderen hassen sie weil dort die Politik zuhause ist mit der nicht grade jeder einverstanden ist. So was aber auch! Mich hat die Stadt natuerlich mehr von der Landschaftsplanerischen Seite her interessiert, wie sollte es anders sein.

Senat und noch was zuhause

Interessant ist die Stadt schon aber ich hab mir durch ihre weitlaeufigkeit die Fuesse in den Bauch gelaufen. Es gibt zwar einen riesen Haufen an Bussen aber die zahlen sich nicht immer aus und Wochenkarten gibts nicht. Jedes mal einsteigen 2 Real = etwa 70 cent aber das ist in ganz Bras. so.
Ja Staus gibts hier sowieso erst in 100 Jahren oder so weil das Verkehrsnetz wirklich grosszuegig geplant ist. Ein bisschen durch die Finger schaun die Fussgaenger. Zebrastreifen gibts alle 500m einen und die darf man nur dann betreten wenn wirklich kein Auto kommt sonst ist man platt. Fussgaenger haben in ganz Brasilien Nachrang! Und die Weitlaeufigkeit der ganzen Stadt kommt einem auch nicht grade entgegen. Ist uebrigens ein „tolles“ Gefuehl 6 Spuren ohne Ampel zu ueberqueren 😉

Sehr faszinierend ist ja die Einteilung der Stadt: Strassennamen gibts schon mal keine nur die grosse L2 Sul und Norte und W3 Sul und Norte. Der Rest ist Superbloco, bloco, Quadra und Haus, in den Wohnbloecken weiss ich nicht wies lauft weil da ist an der Tuer gar nix angeschrieben aber es gibt ueberall Personal. Ebenfalls ist die Stadt in Wohnviertel, Bankenviertel, Hotelviertel, Regierungsviertel… eingeteilt. Nichts entstand zufaellig und alles in den letzten 50 Jahren. Vorher gabs dort naemlich gar nix ausser ein paar kleinen Doerfern die mitlerweile zu grossen Satellitenstaedten angewachsen sind und mit Brasilia verschmelzen. Das war aber nicht geplant wie es scheint.
Natuerlich kommen viele Leute um in der Hauptstadt arbeit zu finden die es aber nicht immer gibt. Armut macht sich dann bemerkbar wenn zwischen den Autos ein Holzkarren faehrt mit Muellsaecken beladen und davor ein ein halbverhungertes Pferd gespannt ist das auch wenn es laeuft mit einem geknoteten Seil angetrieben wirdl. Die Leute wissen es halt nicht besser. Oder wenn ein Obdachloser Blechdosen bastelt. Platz zum rumsitzen gibts. Oft wird auch irgendwo einfach ein Grill aufgebaut.

Und nicht zu vergessen ist der „heilige“ Kubitscheck, der Initiator der neuen Hauptstadt und der „unbeschreibliche“ Oskar Niemeyer der alle Regierungsgebaeude entworfen hat. Seine Gebaede begegnen einem ueberall im Zentrum. Noch heute werden bauliche Veraenderungen mit ihm abgesprochen. Das Regierungszentrum ist uebrigens so weitlaeufig, das im Untergrund Verbindungen bestehen die Laufbaender wie es sie am Flughafen gibt haben, damit die werten Beamten nicht ins Schwitzen kommen. Das waeren aber auch einige Kilometer am Tag.

Ich glaub das war jetzt genug Brasília.
Hatte nach ein paar Tagen auch genug. Mir ist da richtig aufgefallen wie mir das rausgehen in die Natur abgeht. In Wien ist es ja das selbe, ich habs verdraengt oder versucht es mit der gestalteten Natur zu kompensieren. So hab ich es auch hier versucht und war enttaeuscht vom Nationalpark Brasilia der eigentlich auch konstruiert ist. Es geht halt nichts ueber einen natuerlich gewachsenen Wald…

Was ich auch endlich bestaetigen kann. Die Brasilianer finden es wirklich nicht unhoeflich in einem Gespraech oder wo auch immer den Rotz aufzuziehen. Musste ich feststellen als ich eine nette Unterhaltung im Bus hierher hatte. Hab uebrigens auch ein paar sehr gute Tips zum Nationalpark bekommen denen ich in den naechsten Tagen oder Wochen nachgehen werde. Ich hoffe es ergeben sich schoene Wanderungen und Begegnungen.
Und nicht zu vergessen: Ich hab heute meinen ersten Kolibrie in live gesehen. Wollt ich schon immer 🙂

hipehop, brasiliapark crystal agua trail

Also dann bis bald!

Fotos gibts auf Flickr. Kann das hier nicht >(

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