3 Monate Daheim?

Hi!

Lang, lang is her das ich hier was geschrieben hab und ziemlich weit weg war ich damals noch. In einer anderen Welt. Kann mich noch erinnern wie ich in Peru das erste mal Unisachen gecheckt hab im Internet auf vertrauten Homepages und dann auf die Straße in Iquítos/Peru hinausgetreten bin. Ein sehr eigenartiges Gefühl, so unreal war es damals von einer Minute auf die andere 1000e Kilometer zurück zu legen. Eingentlich war ich damals schon mehr zu Hause als dort, im Kopf zumindest. Man glaubt halt immer gewisse Dinge machen zu müssen obwohl man noch sein ganzes Leben dafür Zeit hat (Wie lange es auch immer dauert). Mein Kopf hat meine Reise zwar ein bisschen verkürzt aber das einleben hier vielleicht ein bisschen leichter gemacht. Ich kam mir nicht ganz so fehl am Platz vor und am Anfang schien fast alles wie immer zu sein. Doch die Dinge entwickeln sich weiter mit oder ohne mich und das Schicksal zwingt einen zu Veränderungen die letztendlich notwendig sind, die ich aber immer gerne vor mir her schiebe. Veränderung ist nicht so mein Ding oder zumindest nicht in der handelsüblichen Geschwindigkeit. Natürliche Sukzession halt, man darf und kann sie nicht aufhalten ansonsten steht am Ende Zerstörung und Leere. Das klingt jetzt etwas pathetisch aber im Großen und Ganzen…

Na jedenfalls hab ich noch immer keine Ahnung was sich wirklich so tut. Ich bin wieder an der Uni und der Juni ist angebrochen, Studenten wissen was ich meine; Gestern hab ich mich aufrichtig dazu entschlossen ernsthaft wieder einen Job zu suchen. Das Konto verlangts und dementsprechend is auch kein Auslandsurlaub drinnen.

Brauch ich auch nicht. War lange genug weg. Und ehrlich gesagt würd ich gern doch meine Heimat kennen lernen. Ist höchste Zeit. Konnte niemandem meiner Reisebekanntschaften wirklich von Österreich vorschwärmen weil ich es nicht richtig kenne darum habe ich mir vorgenommen es diesen Sommer wandernderweise zumindest ein bisschen zu erleben.

Einen ersten Anfang hat mir ja die Uni beschert: Eine Exkursion nach Lunz am See brachte mich, auch wenn ich den Rest jetzt noch nicht kenne, in eine der schönsten Ecken Österreichs. Ich blieb noch einen Tag länger um eine kleine Wanderung an den Obersee zu machen. An diesem Tag bin ich in einer weichen hohen Wiese gelegen wie ich sie schon lange nicht mehr gefühlt hatte (sowas gibts in Bras nicht, zumindest nicht wo ich war). Bin einen Bachlauf langgelaufen der nur unterirdisch durchflossen wird außer wenns stark Regnet. Zur Belohnung das ich nicht am Weg ging durfte ich dann 100m einen steinigen Hang hochklettern. Durfte an einem natürlichen Bachlauf jausnen und Wasser tanken und oben dann am See in der Sonne liegen und Enten beobachten. Ich möcht da auf alle Fälle noch mal hin. Einerseits weil ich nur einen Teil der Wanderstrecke absolvieren konnte da ich am Abend zum Zug musste und ich scheinbar etwas getrödelt habe beim Hinweg. Andererseits weil ich auch ziemlich viele Gedanken und Fragen mit hatte die mich ausgiebig beschäftigten. Mitlerweile versteh ich ein paar Dinge besser weis aber noch nix damit an zu fangen.

Hier noch ein paar visuelle Eindrücke von Lunz damit ihr mich besser vertsteht


zuerst die Arbeit


Dann die Wanderung

mit Beobachtungen wie


Bäume die auf etwa 10cm Erde wuchsen


oder eine etwa 1/2 m lange Blindschleiche


und unmengen an Blumenwiesen


auf die ich mich am Ende auch kurz niederlies.

Also falls mal jemand in der Gegend Südwestliches Niederösterreich unterwegs ist. Unbedingt einen Tag Zeit nehmen für diesen schönen Flecken Erde!

Viel Spaß im Leben!

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