Flups….Resümée

Hi!

Also ich glaub ich gebs auf Blogs anzukündigen. Ich schreibs ja eh nie. Und wer weiß, wer das liest.

Na jedenfalls bin ich schon wieder in Wien angekommen. Wollte eigentlich gar nicht aber ich hatte die Wahl zwischen bleiben und Hintern abfrieren, in die Steiermark und bei der Apfelernte weiterarbeiten oder nach Wien Häuser anklotzen. Da sich aber eine wundervolle Mitfahrgelegenheit ergab, Vielen Dank noch mal an dieser Stelle, gings nach Wien. Und jetzt sitzt ich auf der Uni wo ich auch nicht wirklich hin will und check Sachen im Internet.

Aber, aber, aber…. Eigentlich möchte ich noch von der Alm erzählen, meinen Erlebnissen, meinen Aufgaben, der Umgebung und was ich mitnehme.
Der Eintrag würde ewig dauern um alles zu erzählen. Es ergibt sich bestimmt mal eine Gelegenheit dies mündlich zu tun. Erlebnisse gab es viele, Arbeit auch, aber die fühlte sich an wie selbstverständlich und einfach. Ist sie im Gurnde auch aber man muß sie auch mögen. Kühe melken war am Anfang schon irgendwie komisch und das man hinter ihnen die Scheiße rausräumen muß ist im ersten Moment auch nicht angenehm und man fragt sich warum man das eigentlich macht. Aber ich hab gelernt was ich lernen wollte. Melken, Butter machen und Käse machen zum Teil. Ich konnte die viele Sitzarbeit des Frühlings mit körperlicher Arbiet ausgleichen. Sieht man übrigens an meinen Mukis 🙂 Jede Woche einige Wanderstunden haben auch dazu beigetragen. Das gehörte auch zum Job. Gott sei dank sonst wär ich nämlich nicht viel zum wandern gekommen. Es war schön und manchmal beeindruckend den Berg bei jedem Wetter kennen zu lernen. Ich hab ihn in voller Pracht, fast kitschig erlebt, Nebelschwaden über die Kuppen jagen gesehen oder mir die Finger abgefroren weil es geregnet hat. Einmal folgten Sonnenbrand und kalte Finger von einem Tag auf den nächsten. Darauf ist man als Flachlandler nicht immer gefasst und wegen meiner Flipflop Hausschuhe wurde ich milde belächelt. Schon ein Unterschied zwischen Brasilianischem Hochland wo man damit wandern geht und den Alpen wo man sogar im Haus feste Kloks bevorzugt. Aber was soll man machen. Auf 1800m muss man schon damit rechnen das es auch im Juli schneit. Aber für mich waren das alles nur Herausforderungen auf die ich gewartet habe. Grenzen kennen zu lernen und Fähigkeiten aus zu probieren. Bei jedem Wetter arbeiten ist was anderes als bei Schönwetter wandern zu gehen. 3 Monate reichen bei weitem nicht aus um alles zu lernen aber man sieht was es bedeutet und man fühlt sich zu Hause wenn man quer-Wiese-ein läuft, was viel einfacher ist, statt wie die Wanderer den ausgetretenen Weg entlang.

Mein Alltag: zwischen 5:30 und 6:00 in den Stall gehen, melken, frühstücken, Butter machen, Käse machen, Leute bewirten, melken, abwaschen, schlafen gehen. Es war viel Arbeit und wenig Freizeit da man nicht sagen kann wann Gäste vorbeikommen oder nicht. Ich hatte gehofft mir hin und wieder einen Tag frei nehmen zu können um abzuschalten und mich mit Kräutern, der Umgebung, mir und meiner Zukunft beschäftigen zu können. Leider war das nicht so richtig möglich. Daher muss ich trotz der schönen Arbeit, die ich wirklich gern gemacht hab, bis auf das bewirten von anstrengenden Leuten, sagen das mein Akku leer ist. Mir hat mal jemand gesagt, dass er lebt wie die Atmung: Manchmal atmet man aus und arbeitet viel aber dann muss man auch einatmen und sich Ruhe gönnen. Mir geht die Luft aus. Ich wär so gern noch eine Woche geblieben und durch die Berge gewandert, mich auf einen Stein gesetzt und mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Leider hat es geschneit und die Wanderwege sind zum teil gefährlich geworden. Vielleicht ist mir eine andere Erholung gegönnt. Ich werd sie finden. Ich hab gemacht was ich machen wollte zu einem geringen Lohn. Den eigentlichen werde ich erst in ein paar Wochen, Monaten… sehen. Ich bin meinem Ziel die arbeiten der Selbstversorgung kennen zu lernen näher gekommen. Ich habe gesehen wie viel Arbeit dahinter steckt wenn man nicht viel hat und mit wie wenig man auskommen kann obwohl meine Alm eigentlich voll der Luxus war mit Melkmaschine, Strom, Warmwasser, Badezimmer…

Ich hab dort wieder ein Gefühl für die Natur gekriegt und weiß nun besser wo ich hin gehöre aber es ist noch nicht Zeit.

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