Life on the road

Mitlerweile kann ich das ja nicht mehr ausschließlich behaupten da sich unsere Unterkünfte in den letzten 2 Wochen laufend verbessern und wir mitlerweile in einem Haus mit jede ein Zimmer bewohnen können und nur noch einen Mitbewohner haben der meistens nicht da ist. Leider dauert dieser Luxus nur 3 Nächte an und wir verrichten Streicharbeiten in einem anderen Haus aber wir sind im siebten Himmel. Wenn man bedenkt das unser Leben vor zwei Wochen noch buchstäblich in der Wildnis stattgefunden hat. In meiner Zeit in Neuseeland bin ich ja die meiste Zeit nur ‚wild campen’ gewesen was bedeutet das man sich irgendwo in der Wildnis einen Platz sucht, sein Auto abstellt und schläft, wenn möglich nicht an der übersichtlichsten Stelle weils eigentlich verboten ist aber wen kümmerts. Irgendwo im Nirgendwo bedeutet keine Toilette, keine Dusche, kein fließend Wasser und das manchmal für Wochen. Ich hab dieses Erlebnis des ‚wild campens‘ gesucht, muss aber gestehen das es anfangs schon gewöhnungsbedürftig war da man für alles öffentliche Plätze aufsuchen muss. Privatsphäre sinkt also gegen null. Zu den Toiletten muss man sagen das man an vielen Ecken öffentliche WC’s findet die nix kosten und wenn man am Land unterwegs ist geht man in die Büsche. Eine auffallende Verbreitung haben die ‚Longdrops‘. Nichts anderes als ein Plumpsklo, finden sie sich sogar in manchem Haushalt (hinterm Haus) aber meistens auf Campingplätzen immer wieder. Manche mehr gepflegt manche weniger behausen sie doch immer wieder Fliegen die sich beim verrichten der Notdurft am Hintern niederlassen. Ist aber nix unhygienisches nur lästig. Am besten war’s am Hikurangi. Wenn man dort am Klo war hatte man so eine Aussicht

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Da ich alleine war, war die Tür natürlich immer offen  Duschen sind da schon seltener. Manchmal wäscht man sich auf einem Klo und manchmal läßt man das waschen ganz ausfallen. Aber manchmal landet man an Orten die sind besser als jedes Spa sag ich euch

Oase

Einziges Manko: Auch hier gibt’s kein Warmwasser… Aber ein schöner Fluss oder See zum Baden schlägt alles. Speziell am Morgen nach einer Runde TaiChi. So fängt dann ein perfekter Tag an. Sonne, TaiChi, baden im Fluß oder schwimmen im Meer, eine rießige Schüssel mit Obst und Müsli und Tee dazu. Das ganze klingt jetzt natürlich rosig aber leider gibt’s das nicht jeden Tag und in letzter Zeit funken des öfteren Regen und Wolken dazwischen. Aber man nimmt den Tag wie er ist und ändern kann man’s eh nicht.

Da man nicht unmengenmäßig Platz hat wird bei der Einrichtung gespart. Ein Gaskocher, ein Topf, eine Pfanne, eine Gabel und ein Löffel pro Person… Verlieren is da nicht drin. Kostet ja alles…. Dafür kann man sich die Küche jeden Tag neue einrichten. Hat auch was für sich  Leider ist das Dach meistens undicht wenns Regnet 😉

Improvisierte Küche

Ein ständiger Begleiter ist natürlich mein Auto. Schlägt sich verdammt gut bis jetzt. Richtig Geländetauglich. Obwohl mir manchmal schon etwas mulmig wurde. Da taucht ein so richtig kleiner Weg auf und ich hab sogar den Weg ausgecheckt bevor ich reingefahren bin. Wahnsinns Aussicht…

Bay am Eastcape

Bay Eastcoast Und da ist doch am ganzen Weg genau nur ein Stein wo ich aufgesessen bin. War eh klar. Und a bissl steil wars auch. Hoffentlich komm ich da wieder rauf… War grad alleine Unterwegs und das war schon a bissl in da Pampa. Alleine draussen campen hört sich einfacher an als es ist. Da taucht doch glatt ein bisschen Unwohlsein auf wenns dunkel wird, so ganz alleine ohne eine feste Mauer um einen rum. Und dann weiß ich nicht ob ich da wieder wegkomm, schon gar nicht wenns zum regnen anfängt… Da hilft dann die Aussicht auch nicht mehr wirklich. Trotzdem! Genießen so weit geht und man glaubt es nicht aber ich kann Autofahren und eigentlich war alles kein Problem nach ungefähr 5 mal Weg auschecken und Steine bewegen… Trotzdem bevorzug ich es doch zu zweit draußen zu campen oder sonst am Campingplatz.

Neben diesen beeindruckenden Aussichten und wundervollen Plätzen an Flüssen gibt’s natürlich auch Tage wo man nix findet und irgendwo am Straßenrand stehen bleibt und einfach nur schnell mal einschläft. Oder man findet vermeintlich schöne Plätze und wenn man dann ein paar Meter weiter über den Abhang runter schaut findet man eine riiiiießige Müllhalde. Und am nächsten Morgen um 6 kommt jemand daher um seinen Müll da runter zu lassen. Na ja. Soviel zum grünen Neuseeland. Mit dem Müll da hauts non et so richtig hin…

Es gibt noch viele Kleinigkeiten die einem so begegnen aber eigentlich muss man selbst herkommen und sowas machen. Mein Rat ist so bald als möglich weil das mit dem Wild Campen nicht mehr nur mehr geduldet ist und auch Neuseeland immer gefährlicher wird. Manchmal bekommt man doch eine kleine Warnung aber grundsätzlich sollte noch nix dabei sein. Ist etwa wie zu Hause nur viel weniger Leute. Die letzten Wochen waren nach einer ganz ungemütlichen Woche, vor allem für Andrea auch schon viel angenehmer. Aber das ist eine andere Geschichte die hoffentlich bald folgt. Mir geht’s hier also sehr gut und alles läuft prima bis auf die Finanzen aber daran arbeit ich gerade im wahrsten Sinne des Wortes 

Machts es gut und viel Spaß beim Snowboarden, Schifahren, Schneeballschlacht oder was immer ihr damit anfangt. So a bissl beneid ich euch schon um den Schnee. Hab schon kurz gedacht wie gern ich den sehen würd….

Ganz liebe Grüße Dagmar

PS: Vielleicht hat ja doch jemand Lust was zu posten damit ich weiß das ich nicht um sonst schreibe :))

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2 Kommentare

  1. wachi29 said,

    7. März 2009 um 18:54

    Hallo Dagmar,

    schön das es dir gut geht in neuseeland.
    also wir lesen gerne auf deiner seite von deinen erlebnissen und abenteuern 🙂
    echt tolle fotos und die landschaft is ja echt ein traum dort…….da wirds da schwer fallen wieder nachhause zu kommen.
    (wär weis ob man da noch so befreit scheissen kann 🙂
    jetzt seits ihr ja , glaube ich , zu zweit unterwegs ?! oder ?!
    da is sicher auch leichter mit dem essen machen bzw. gibts auch etwas unterschiedliches , auch die kosten kann man sich leichter teilen :).

    Aber im falle des falles hier übermitle ich dir scho mal 100 grüsse von bekannten und freunden , die ich so gesammelt habe , vielleicht reissens dich ja in der not aus der finanzscheisse !!
    apropos ich hab dem manuel auch deine seite gezeigt vielleicht schreibt er dir mal , wenn des ok is!!
    in diesem sinne einen wunderbaren sonnenaufgang und entspannende stunden , auf deiner reise wünscht elke und mario .

    ps:
    bis denn mal ! wir versuchen des ernst zu nehmen mit dem retour schreiben 🙂

    • gwendoline said,

      10. März 2009 um 5:29

      Hey!

      Grüß euch!
      Danke für die vielen Grüße! Ihr seid wohl die einzigen die sich die Mühe machen mir hier zu schreiben. Kann zwar sehen das doch einige lesen aber Respons is schon fein.
      Kann aber auch Leute verstehen wenn sie nicht so viel vorm „Kastl“ sitzen möchten.
      Die Andrea und ich sind unterwegs und versuchen derzeit in Marlborough a bissl zu arbeiten wenn das mit der Permit hinhaut. Mal schaun. Heut ham’s uns schon vertröstet. Mal schaun und in die Luft schaun bis dahin.

      Also machts es gut und liebe Grüße!
      Dagmar


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